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Querdiaphragmen in der Osteopathie
(Transverse Diaphragms in Osteopathy)

Journal: DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie Date: 2026/07, 24(3):Pages: 5–19. doi: Subito , type of study: article

Full text    (http://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-2700-2178)

Keywords:

anatomy [108]
article [2611]
common compensatory pattern [5]
diagnosis [408]
neurophysiology [15]
pelvic girdle [23]
shoulder girdle [6]
Sibson fascia [1]
suprapleural membrane [1]
thoracic outlet syndrome [26]
transverse diaphragm [2]

Abstract:

No English abstract available.

Abstract original language:
Das Konzept der Querdiaphragmen gehört zu den etablierten Denk- und Arbeitsmodellen in der osteopathischen Diagnostik und Therapie. Je nach Autor, Schule und klinischem Kontext werden jedoch unterschiedliche Strukturen als „Diaphragmen“ bezeichnet und mit variierenden Funktionen verknüpft. Ziel des Beitrags ist es, zentrale Konzeptlinien zu ordnen, relevante anatomische und neurophysiologische Besonderheiten herauszuarbeiten und die klinische Evidenzlage kritisch einzuordnen. Querdiaphragmen lassen sich als quer verlaufende, myofaszial, ligamentär oder membranös organisierte Trenn- und Kopplungszonen verstehen, die Druckräume kompartimentieren, Bewegungsübertragung ermöglichen und durch reichhaltige afferente Innervation zur posturalen und autonomen Regulation beitragen. Das CCP-Konzept (Common Compensatory Pattern) beschreibt wiederkehrende Kompensationsmuster über mehrere solche Zonen. Die suprapleurale Membran (Sibson-Faszie) kann anatomisch als hochrelevante zervikothorakale Querstruktur aufgefasst werden. Klinische Studien belegen für gezielte manualtherapeutische Verfahren am Zwerchfell u. a. Effekte auf die Diaphragmamobilität und die funktionellen Parameter bei COPD sowie auf Schmerz bzw. Behinderung bei chronischen unspezifischen Rückenschmerzen; die Evidenz ist jedoch indikations- und methodenabhängig. Querdiaphragmen sind klinisch plausible funktionelle Modelle mit hoher heuristischer Relevanz für Befundintegration und Therapieplanung. Für spezifische osteopathische Diagnostik- und Behandlungsaussagen bestehen noch Evidenzlücken. Eine präzisere Terminologie, ein explizites Modellverständnis und die Kombination palpatorischer Befunde mit reproduzierbaren Messgrößen scheinen für zukünftige Forschung und Lehre essenziell zu sein.


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